Bad Ems

Tagesfahrt nach Bad Ems

Nun, Koll. Jack hat die Verantwortung für das Wetter an diesem Tage auf sich genommen und wie hätte es auch anders sein können, wir hatten herrlichstes Ausflugswetter.

Unsere Fahrt ging über Bad Camberg, um noch Zusteiger aufzunehmen und weiter dann in flotter Fahrt über Diez, Holzappel, Obernhof nach Bad Ems. Oberhalb von Bad Ems liegt in wunderbarer Höhenlage das Cafe „Bismarck“. Bei diesem Superwetter konnten wir auf der Terrasse frühstücken und hatten dabei einen sagenhaften Rundblick über die um Bad Ems liegenden Höhen und von oben auf Bad Ems selbst. Obwohl wir erst Anfang August haben, ist doch schon zu erkennen, dass es bald Herbst wird, denn viele Bäume färben sich bereits.

Unser Regionalleiter, Herrn Breil aus Trier, besuchte uns im Cafe Bismarck, da er unseren Weihnachtstermin nicht wahrnehmen kann. Er brachte auch gleich noch eine Überraschung mit, nämlich Herrn Lemanczyk, den Geschäftsführer des Betreuungswerks.

Nach diesem köstlichen Frühstück fuhren wir weiter zu unserem nächsten Ziel, der Stadt Bad Ems. Eine interessante Stadtführung, die in zwei Gruppen durchgeführt wurde, brachte uns Bad Ems, die Stadt und deren Geschichte näher. Hinweise auf die warmen Quellen, die Trinkhalle, das Kurhaus und die früheren Besucher wurden uns auf teils humorvollerweise gegeben. Zu erwähnenswert sei die sogen. „Emser Depesche“, die Unterredung des preußischen Königs Wilhelm I. und dem französischen Botschafter Graf Benedetti, die er hier mit ihm geführt hatte und deren weitere Verwicklungen.
Die geplante Schiffsfahrt mit dem Schiff „Lahnstolz“ auf der Lahn in Richtung Nassau und Obernhof mit Kaffee und Kuchen konnten wir bei diesem wirklichen Sonnentag auf und auch unter Deck genießen.
 
Bei unserer Ankunft in Obernhof erwartete uns schon unser Bus zur Weiterfahrt nach Kloster Arnstein. Nach einer cm-genauen Durchfahrt des Busses unter einer Brücke hindurch, die eine lichte Weite von 3,60 m anzeigte und einer Bushöhe von 3,60 m, konnten wir dann glücklicherweise weiterfahren – sonst hätten wir zu Fuß gehen müssen – zum Kloster Arnstein. Hier erwartete uns bereits Pater Bornefeld, der uns die Klosterkirche und seine Geschichte sehr weltlich nahebrachte. Hier traf auch der alte Spruch zu – wer aus dem Herzen spricht, findet kaum ein Ende, weil immer neue Ereignisse zum Vorschein kommen.
 
Eine wirkliche Überraschung hatten wir ebenfalls im Kloster Arnstein während unserer Führung durch Pater Bornefeld. Es näherte sich eine kleine Wandergruppe, um an uns vorbei in die Kirche gehen zu können. In dieser Wandergruppe war auch der frühere Niederlassungsleiter, Herr Henkel. Die herzliche Begrüßung vor dem Tor der Klosterkirche ist fast als geschichtliches Ereignis zu feiern.
 
Nach einer Einkehr zum Abendessen im Landhotel Weinhaus Treis in Weinähr ging dieser schöne Tag ins Lahntal leider zu Ende. Er sollte lustig und euphorisch enden. Leider stürzte unser Koll. Lippert im Bus so heftig, dass ihn ein Notarztwagen ins Krankenhaus nach Bad Ems bringen musste. Er wurde bereits am nächsten Tag wieder nach Hause entlassen, jedoch werden die Wunde und die vielen Hämatome ihn noch einige Zeit an unseren Ausflug erinnern.
Wir wünschen ihm jedenfalls gute Besserung.
(GP)