Mannheim
Reisebericht zur Tagesfahrt nach Mannheim am 17.06.2015
Am Mittwoch, den 17.06.2015 fuhren um 09:30 Uhr bei schönstem Sommerwetter 45 gut gelaunte Seniorinnen und Senioren mit dem Bus nach Mannheim. Zu unserer Überraschung wurde vom Veranstalter ein komfortabler Bistro-Bus eingesetzt, bei welchem die Fahrgäste alle im Obergeschoß sitzen. In dieser erhöhten Position hat man eine gute Sicht von allen Plätzen auf die Umgebung.
In Mannheim ohne Stau angekommen bot sich die Gelegenheit, noch ein wenig in den Grünflächen des Planetariums (unser erstes Ziel) zu spazieren. Zwei weitere Teilnehmer stießen am Planetarium zur Gruppe dazu.
Bald danach konnten wir es uns im Zuschauerbereich des Planetariums in bequemen, nach hinten kippbaren Sitzen, gemütlich machen. Nach kurzer Einführung durch einen Mitarbeiter des Hauses begann die „Expedition Weltraum“. Im verdunkelten Raum kamen der nächtliche Sternenhimmel, die Planeten, Galaxien usw. eindrucksvoll zur Geltung. Im Schnelldurchlauf eines Jahres wurden uns die Konstellationen von Erde, Mond, Sonne und den nächsten Planeten visuell erläutert. Auch die Hintergründe zu Sternhaufen, Milchstraße und ferne Galaxien wurden unter dem Aspekt der riesigen Entfernungen (man spricht teilweise von Milliarden Lichtjahren), gezeigt und man stellt fest, dass unsere Erde im Grunde nur ein winziger Punkt im gesamten Weltall ist.
Nach der Vorstellung wurden uns in einer kleinen Stadtrundfahrt ausgewählte Sehenswürdigkeiten wie der historische Wasserturm, der Luisenpark mit Fernmeldeturm, die Jesuitenkirche und das Mannheimer Barockschloss gezeigt. Die vorgesehene Mittagspause nutzten einige Teilnehmer zum Kaffee trinken, Eis essen bzw. einem kleinen Rundgang durch die „Quadrate-Stadt“.
Um 14:00 Uhr begann die Führung in zwei Gruppen durch das Mannheimer Schloss sowie die Schlosskirche mit Krypta. Die Führungen waren gewürzt mit zahlreichen Anekdoten und historischen Hintergründen über die früheren Herrscherhäuser. Bei einem ungewöhnlichen runden Möbelstück sollten die Besucher raten, um was es sich dabei handelt. Niemand wusste die richtige Antwort, da sich u. a. an der Seite noch ein Schloss zu einem verborgenen Fach befand: Es war ein Nähkasten, in welchem früher Wolle und Nadeln aufbewahrt wurden. Das verborgene Fach nutzen die Damen in der Barockzeit, um z. B. Liebesbriefe (nicht immer vom Ehemann) aufzubewahren. Daraus leitet sich das altbekannte Sprichwort ab: „Aus dem Nähkästchen plaudern“. Dieses Thema hat auch Theodor Fontane in seinem Roman „Effi Briest“ verarbeitet. Nach der Romanvorlage findet der Ehemann Liebesbriefe im Nähkasten, welche eine langjährige außereheliche Beziehung belegen. Im Weiteren kommt es zu einer familiären Katastrophe, wonach Effi Briest das Haus verlassen muss und keinen Zugang mehr zu ihrer eigenen Tochter haben kann.
Anschließend fuhr uns der Bus zum Mannheimer Fernmeldeturm, wo wir in Etappen mit dem Lift die Aussichtsplattform und das Dreh-Restaurant besuchen konnten. Von oben bot sich bei diesem herrlichen Wetter ein wunderbarer Rundblick durch die Rheinebene bis zum Odenwald.
Schnell verging die Zeit und wir traten den Heimweg mit einem kulinarischen Zwischenstopp in Frankfurt-Rödelheim im Gasthaus Possmann an. Bei milden, sonnigen Temperaturen schmeckten im Biergarten der Apfelwein, das Bier und typisches Frankfurter Essen nochmal so gut. Um 20:00 Uhr starteten wir zur letzten Etappe nach Eschborn-Süd. Damit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.
Wir danken unserem Reiseleiter Karl-Heinz Kroll für die Organisation und Durchführung dieser schönen Fahrt und freuen uns schon auf den nächsten „Event“.
(HH)